Bevor eine internationale Investmentgruppe in eine solche Sache einsteigt, sind mit Sicherheit entsprechende Untersuchungen und Analysen erfolgt. Es macht daher keinen Sinn, die ganze Angelegenheit im Vorfeld in Frage zu stellen, nur weil einem womöglich die ganze Suppe nicht schmeckt.
Es geht eher weniger darum, ob mir die Suppe nicht schmeckt

, obwohl du Recht hast, dass ich es für unsinnig halte, in dünn besiedelten Regionen oder Regionen mit gedeckter Nachfrage nach Flughäfen/Flugangebot weitere Flughäfen zu bauen. Sicherlich wird es Prognosen/Analysen geben und auch ein gewisses Maß an tatsächlichem Bedarf, das steht außer Frage. Ich bin trotzdem der Meinung, dass man lange darauf warten müsste, bis der Flughafen irgendwann vielleicht in die Gewinnzone kommt, wenn überhaupt.
Einen großen Vorteil Twentes sehe ich u. a. in der längeren Startbahn.
Ja, das sehe ich auch so. Je nachdem, wie lange sich der Prozess zur Bahnverlängerung am FMO noch hinzieht (und das wird noch lange dauern.....), ist Twente im Zweifelsfall sogar noch eher mit einer 3000m Bahn am Start als der FMO und könnte sich so Teile des Marktsegmentes Mittel- und touristische Langstrecke, auf das der FMO hofft und durch das der FMO wachsen will, wegschnappen.
Aus dieser sich abzeichnenden Situation könnten sich aber auch positive Dinge für den FMO entwickeln, denn spätestens jetzt ist unsere Seite mehr den je gefordert. Es gibt nur noch ein ENTWEDER/ODER.
Ja, zumindest hat laut den Äußerungen aus der Politik der letzten Zeit der FMO ja genug Rückendeckung. Leider können auch Politiker an einem Einzugsgebiet mit begrenztem Potenzial nichts ändern. Aber ich hoffe auch, dass nun die positive Weiterentwicklung des FMO (was auch immer das im Konkreten heißt) in den Vordergrund rückt. Was genau meinst du mit "entweder/oder"?
Und was die anstehende Entscheidung beim OVG zur Starbahnverlängerung angeht könnte ich mir vorstellen, das jetzt sogar eine stärkere Gewichtung in Richtung zukünftige Entwicklungssicherung erfolgt, denn diese liegt sehr wohl im öffentlichen Interesse.
Das hängt davon ab, wie man "öffentliches Interesse" definiert. Es könnte auch sein, dass Juristen es genau andersherum sehen und argumentieren, dass durch Twente das Wachstum des FMO begrenzt wird und dass daher, aufgrund des nun (vielleicht) geringeren Bedarfs, Eingriffe in die Natur eher weniger gerechtfertigt werden können.