Okay, erstmal zur Chronik, da ich sowieso gerade auf dem Schreibtisch liegen habe:
96 übernimmt Stöwer die Führung
98 wird ein Provisorium für Ausladtungsspitzen errichtet
99 22,3 % Wachstum gegenüber des Vorjahres
01 Rückgang um 9 %
02 führt AB die City Shuttle Verbindungen ein
03 nach zwei Jahren Passagierrückgang nun ein leichtes Plus von 2,3 %
04 City Air Insolvenz und viertägige Schließung, - 1,69 %
05 + 3,5 %
06 + 0,6 %
07 + 3,6 %
08 minimaler Rückgang
Seit 09 drastische Einbrüche
Soviel dazu, nun zur Zukunft. Wie schon gesagt wird auch ein Führungswechsel nicht so einfach den gesamten Markt ködern können. Man kann natürlich mit Gewalt die Passagiere an den FMO holen, klappt mit der induzierten Nachfrage nach Ryanairflügen ja wunderbar. Ob das allerdings wirtschaftlich auch vielversprechend ist, ist imho zweifelhaft. Beispiele von Zuschüssen gibt es ja zu Genüge. Linienflüge renommierter Airlines funktionieren ab hier wohl einfach nicht mehr. Klar, Wien und ein paar weitere Zielorte wird man möglicherweise gut betreiben können, aber Konzepte wie OLT oder Air Berlin City Shuttle sind einfach nicht mehr haltbar. Um heute für 29 Euro nach Rom fliegen zu können und in der Luft auch noch ein Sandwich und 'ne Cola zu bekommen, müssten die Passagiere das Kerosin und das Gehalt der Crew wohl von zu Hause mitbringen. Zu den Preisen, die du heute ansetzen müsstest, bekommst du die Maschinen hier nicht mehr voll. Nicht umsonst geht man nach Düsseldorf um dort die Synergien zu stärken und so die Kosten zu senken. Viel übrig bleibt trotzdem nicht. Ryanair genießt den Vorteil hier in NRW an jeder Straßenecke einen solchen Flugplatz zu finden, der von Airlines mit den klassischen Konzepten nicht angeflogen wird, weil's sich einfach nicht lohnt. Man kann kommen und gehen, weil man ja im Prinzip der einzige ist, der's vom Konzept her kann. Aber die Flughäfen haben da mit Sicherheit nicht viel von.
Sorry, dass das ein wenig vom eigentlichen Thema vorbei gegangen ist.
