Zunächst sehe ich es als positiv stimmendes Signal, wenn man bereits jetzt mehrfach mehr als 1 Mio. Pax für 2020 in Aussicht stellt. Das heißt nichts anderes, als dass man wohl zuversichtlich sein muss, dass es an irgendeiner Stelle im Vergleich zu diesem Jahr ein (halbwegs spürbares) Wachstum geben müsste. Die Formulierung "Damit wäre der Germania-Effekt mehr als ausgeglichen" klingt für mich so, als wolle man die 2018er Zahlen toppen.
Für den Sommer 2020 bereits buchbar ist das Angebot von Corendon, Eurowings und AYT von SunExpress. Damit fehlen neben einigen "Kleinigkeiten", soweit bekannt, vor allem noch zwei große Säulen. Einerseits Lauda (PMI, VIE), andererseits die ganzen türkischen Sekundärziele (SAW, ADA, ADB, ASR), die zusammengenommen durchaus einiges an Volumen ausmachen.
Zum Thema EW, PMI und Rotstift: Ich denke, dabei ist der FMO bisher gut weggekommen. An diversen anderen Airports wurde im kommenden Winter und/oder Sommer recht deutlich gekürzt, PMI-BRE wurde für kommenden Sommer sogar ganz gestrichen. Für den FMO ist der Winter bisher unverändert und 8/7 wäre nur 1/7 weniger als die diesjährige Normalfrequenz, damit könnte man leben.
Zu Corendon und PMI: Nach meiner Kenntnis flog Corendon bisher nur ex CGN an, PMI war sozusagen als Einzelstrecke ein Exot im Corendon-Netz. Nun wurde PMI aber auch für NUE angekündigt. Also wer weiß, ob sich in Zukunft in der Hinsicht auch an anderen Airports noch was tun könnte. Ähnlich wie zuvor Germania scheint Corendon immer wieder mal sich auftuende Lücken im Markt zu nutzen, wie bei der kurzfristigen Stationierung am FMO oder jetzt den Aufstockungen in NUE.
Laut WN Artikel benötigt der FMO 35 m€ um den Investitionsstau zu beheben u.a. Sollen neue Fahrzeuge gekauft werden und die Flugzeugenteisung wieder auf Vordermann gebracht werden.
Danke für den Link! Der Artikel bildet heute auch die Titelstory der Print-WN.
Man darf gespannt sein wie die Lokalpolitik auf die neuerlichen Forderungen reagieren wird. Meiner Ansicht nach war absehbar, dass sich Investitionen wie diese von langer Hand angekündigt haben und in vielen der genannten Bereiche (bsp. neue Deckschicht für die Start- und Landebahn) großer Bedarf besteht. Prof. Schwarz weist im Artikel darauf hin, dass die neuen Forderungen in keinem Zusammenhang zum 2014 beschlossenen Entschuldungskonzept stehen, welches bekanntlich mit um die 100 Millionen Euro veranschlagt ist. Hoffentlich wird diese klare inhaltliche Trennung auch in den Diskussionen um die neuerlichen Beihilfen vorgenommen. Allerdings befürchte ich, dass der Entschuldungsplan und die jetzigen Investitionsbeihilfen in einem Atemzug genannt werden könnten und dem Flughafen abermals starker politischer Gegenwind droht...
Man muss aber ganz klar sagen das das Sachen sind die einfach gemacht werden müssen. Wie in jeder Stadt Straßen erneuert werden müssen, Die Feuerwehr aufgrund bestehender Brandschutzkonzepte erneuert werden muss durch neue Fahrzeuge neue Feuerwachen etc. Und auch ein Bauhof auf Dauer neue Fahrzeuge bekommt. Da kann die Politik viel erzählen sollte aber im Hinterkopf haben was dort in den eigenen Kreisen und Städten investiert wird.
D-ABVY hat geschrieben:Meiner Ansicht nach war absehbar, dass sich Investitionen wie diese von langer Hand angekündigt haben
Ich stimme dir zu. Es war wirklich klar, dass irgendwann wieder große Investitionen kommen müssen. Es war schon eine ganze Zeit auffällig, dass bei den genannten Punkten längere Zeit nichts passiert ist.
Der WDR schreibt übrigens, dass der FMO die Mittel bis 2030 an die Gesellschafter zurückzahlen will: FMO braucht 35 Millionen Euro
hier ist der Link nur nochmal von der Allgemeine Zeitung Billerbecker Anzeiger, den kann man ohne zu bezahlen lesen.
Das Geld wird, Zitat aus dem Artikel: "marode Deckschicht der Startbahn sowie die Lichtsignale zu ersetzen, die Fluggastbrücken zu reparieren, eine neue Gepäckförderung zu installieren, die Strom- und Kälteanlagen zu sanieren, neue Vorfeld- sowie Feuerwehrfahrzeuge anzuschaffen und die Flugzeugenteisung wieder flott zu machen" benötigt.
Bei so einem Investitionsstau muss ja augenscheinlich Jahre lang nicht viel gemacht worden sein.
D-ABVY hat geschrieben: Allerdings befürchte ich, dass der Entschuldungsplan und die jetzigen Investitionsbeihilfen in einem Atemzug genannt werden könnten und dem Flughafen abermals starker politischer Gegenwind droht...
Eine recht polemische Debatte im Münsteraner Rat samt der Forderung eines gänzlichen Subventionsstopps für den FMO. Auf den Tisch gebracht von der Linken, unterstützt durch die AfD. Das allein spricht ja bereits Bände...
Im Kreis Warendorf haben sowohl der Finanz- als auch der Kreisausschuss dem neuen Finanzierungskonzept zugestimmt. Ablehnung gab es seitens SPD und Grünen.