Zwischen den Mühlsteinen




Neuigkeiten und Geschichten rund um den Airport

Re: Zwischen den Mühlsteinen

Beitragvon Albatros » 29. Jun 2011, 15:34

Also, von einer wirklichen Trendwende kann meines Erachtens nicht die Rede sein, dafür scheint mir die Gesamtentwicklung auf relativ "niedrigem Niveau" zu instabil. Die jetzigen Zahlen als Grundlage für den Begriff Trendwende zu verwenden halte ich als absolut zu verfrüht. Die ganze Entwicklung am FMO ist mir auch zu Konjunkturlastig. Selbst kleine neg. Veränderungen schlagen sofort mit spürbaren Einbrüchen zu Buche. Hinzu kommt das ewige Herumgestreiche bei den Verbindungen. Es fehlt hier einfach irgendwie die notwendige Kontinuität. Kontinutät ist aber gerade in dieser Branche, welche enorm von einem Großteil sich bindender Kunden abhängig ist, ein ganz wichtiger Markstein.
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Re: Zwischen den Mühlsteinen

Beitragvon Luchtmacht » 1. Jul 2011, 13:22

Im Thread zu den ADV Daten wurde gerade die PM des FMO zur Entwicklung der Zahlen des ersten Halbjahres gepostet. Für mich grenzt das Ganze schon irgendwie an Volksverdummung, wie kann man sich mit guten Gewissen als PR Abteilung hinstellen und verkünden, dass RJK für eine positive Entwicklung im Sommer sorgen soll. Die Route wird mitten in der Hochsaison neben FAO eingstellt. Gelinde gesagt fühl ich mich da leicht verars..
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Re: Zwischen den Mühlsteinen

Beitragvon skorpion » 1. Jul 2011, 13:59

Luchtmacht hat geschrieben:Im Thread zu den ADV Daten wurde gerade die PM des FMO zur Entwicklung der Zahlen des ersten Halbjahres gepostet. Für mich grenzt das Ganze schon irgendwie an Volksverdummung, wie kann man sich mit guten Gewissen als PR Abteilung hinstellen und verkünden, dass RJK für eine positive Entwicklung im Sommer sorgen soll. Die Route wird mitten in der Hochsaison neben FAO eingstellt. Gelinde gesagt fühl ich mich da leicht verars..


Ich finde diese Äußerungen einfach zu negativ. Fakt ist das am FMO zur Zeit die Passagierzahlen wieder steigen. Durch verschiedene Umstände sind in den vergangenden Jahren die Zahlen von ehemals fast 1,8 Millionen auf gut 1,33 Millionen zurück gegangen. Gleichzitig sind in dieser Zeit verschiedene Airports nahezu bei ihren Passagierzahlen explosionsartig in die Höhe geschossen. Das dies zu Lasten der Wirtschaftlichkeit ging sehen wir am Flughafen Dortmund, der für 2010 einen Verlust von 19,7 Millionen Euro eingefahren hat. Das ist dem FMO aber erspart geblieben. Verlorenen gegangene Passagiere und Strecken sind heute nicht mehr ganz so einfach wieder zu beschaffen. Mir ist ein langsames und gesundes Wachstum lieber, als ein schneller Erfolg der zur Lasten der Gesellschafter geht. Für einige mag das ein negativer Trent sein. Ich jedenfalls sehe das anders. Und es ist mitnichten dienlich, Positivmeldungen in der heutigen Wettbewerbslage der Flughäfen untereinander noch madig zu machen. Wir sollten in Bezug auf den FMO vielleicht lernen, dass die Zeiten in den achtziger Jahren mit zweistelligen Prozenten Zuwachs vorbei sind. Solche Ziele lassen sich nur durch LCC teuer erkaufen. Und soetwas ist auf Dauer keine verlässliche wirtschaftliche Grundlage. Im Übrigen verkauft der Flughafen Dortmund die Veringerung seines Verlustes um 4,6 Millionen Euro auf besagte 19,7Millionen Euro Verlust als Erfolgsmeldung. Ich lasse das jetzt unkommentiert.
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Re: Zwischen den Mühlsteinen

Beitragvon Luchtmacht » 1. Jul 2011, 14:51

Mitnichten würde ich von einem Wachstum sprechen. Gucken wir uns mal die Zahlen genau an, im April durch einen positiven Einmaleffekt im deutlichen Plus, im Mai normales Wachstum, was wohl auch den Allgemeinen Trend widerspiegelt, im Juni ist das Wachstum wiederrum um die Hälfte vom Mai zusammengeschrumpft. Kontinuierliches Wachstum, sei es auch auf niedrigem Niveau, sieht für mich anders aus. Das jetzige Wachstum baut auf günstigen Einmaleffekten auf und ist eben nicht kontinuierlich. Was der Sommer bringt werden wir sehen, dass der Winter auf sehr gute Zahlen hoffen lässt ist wohl klar, das Engagement wird auch erheblich gesteigert.
Ich möchte gern auch nochmal darauf eingehen, dass ich zu negativ mit der PM umgehe. Mein Anstand sagt mir, dass ich mich nicht hinstelle und mit etwas werbe, was in kürzester Zeit wieder abgeschafft wird. Für mich ist das unseriös, wo ist das Problem RJK aus der PM rauszulassen?
Zu DTM muss ich nicht viel sagen, mir geht es um den FMO. Ich verweise auf die eingebrachten Fragen der Grünen im Kreistag von Steinfurt. "Wie hoch ist jetzt (2010) insgesamt der "Verlustvortrag" und wie soll er ausgeglichen werden? Wie hoch ist jetzt (2010) die Summe aller Kredite und bis wann sollen diese zurückgezahlt sein?"
Ich würde davon abraten, mit erhobenen Finger nach DTM zu zeigen, der FMO hat genug eigene ungeklärte Fragen die die Öffentlichkeit beantwortet wissen will.
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Re: Zwischen den Mühlsteinen

Beitragvon aviation-fan » 1. Jul 2011, 15:27

Luchtmacht hat geschrieben:Gucken wir uns mal die Zahlen genau an, im April durch einen positiven Einmaleffekt im deutlichen Plus, im Mai normales Wachstum, was wohl auch den Allgemeinen Trend widerspiegelt, im Juni ist das Wachstum wiederrum um die Hälfte vom Mai zusammengeschrumpft. Kontinuierliches Wachstum, sei es auch auf niedrigem Niveau, sieht für mich anders aus. Das jetzige Wachstum baut auf günstigen Einmaleffekten auf und ist eben nicht kontinuierlich. Was der Sommer bringt werden wir sehen, dass der Winter auf sehr gute Zahlen hoffen lässt ist wohl klar, das Engagement wird auch erheblich gesteigert.

April: :check: Klar, Einmaleffekt.
Mai: Wie du sagtest, normales Wachstum.
Juni: Kleineres Plus, was aber nicht weiter verwunderlich ist, wenn man beachtet, dass letztes Jahr in Niedersachsen die Sommerferien schon im Juni begonnen haben, weswegen im Vergleich zu 2010 dieses Jahr vielleicht ein paar Touristen für die Juni-Statistik fehlen. Mich überrascht es jedenfalls nicht, dass das Wachstum im Juni kleiner ausfällt als im Mai oder vorraussichtlich im Juli/August.
die kommenden Sommermonate: dazu haben wir ja die Prognosen vom FMO schon
Winter: sieht derzeit gut bis sehr gut aus

Dennoch kommst du zu dem Schluss, das Wachstum auf Einmaleffekten aufbaut und nicht kontinuierlich sei. Wenn du dich nur auf die erste Jahreshälfte 2011 beziehst, würde ich dir ja zustimmen. Aber ansonsten sehe ich, wenn nichts unvorhergesehenes Negatives (größere Streichungen/Vulkane/Schneechaos....) passiert, eigentlich schon jetzt ziemlich kontinuierliches Wachstum bis März 2012, und wie der dann folgende Sommerflugplan aussehen wird, muss sich noch zeigen. Dass je nach Ferien- und Feiertagsterminen, die sich jedes Jahr verschieben, Wachstumszahlen mal größer und mal kleiner ausfallen, ist ja klar.

Ich denke, anhand vieler meiner Beiträge ist klar, dass auch ich der Entwicklung und den Zahlen am FMO durchaus kritisch gegenüberstehe, aber eines dürfte doch derzeit klar sein: Der FMO hat endlich wieder positive Prozentzahlen zu verkünden und das wird vorraussichtlich noch anderthalb Flugplanperioden so bleiben, das ist doch schonmal was. Nur deswegen habe ich die Wende von fast kontinuierlich negativen Zahlen seit 2009 jetzt hin zu Wachstum weiter oben übrigens als "Trendwende" bezeichnet, da wir gute Gründe haben zu hoffen, dass das Wachstum bis Anfang 2012 weitergehen wird. Was danach ist, kann keiner sagen und darauf habe ich mich daher auch gar nicht bezogen.
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Re: Zwischen den Mühlsteinen

Beitragvon skorpion » 1. Jul 2011, 16:07

Vielleicht einmal eine Erläuterung zum Begriff Verlustvortrag. Hierbei handelt es sich um einen Begriff aús dem Steuerrecht. Verlustvorträge ist eine Ansammlung bilanztechnischer Verluste aus mehreren Jahren. Diese Bilanztechnischen Verluste sagen aber nichts über tatsächliche Gewinne oder Verluste aus. Sie beinhalten auch die Abschreibungen auf Anlagen und Wirtschaftsgüter. Der FMO hat vor der Anrechnung der Abschreibungen in den letzten Jahren Gewinne erwirtschaftet. Nur durch die Abschreibungen entstehen Verluste auf dem Papier. Hierbei handelt es sich um buchungstechnische Verluste. Fiskalische Verluste, die dann die Gesellschafter belasten, liegen nicht vor. Das ist in DTM nicht der Fall. Hier sind betriebswirtschaftliche Verluste entstanden, die von dem Gesellschafter DSW21 getragen werden und auch indirekt die Bürger von Dortmund als Steuerzahler belasten. Der Aufbau der beiden Flughäfen wurde unterschiedlich finanziert. Beim FMO ist dieses durch Eigenkredite erfolgt, die über Tilgung und Zinsen zurück bezahlt werden. Trotz dieser Kredite liegt beim FMO ein betriebswirtschaftlicher Gewinn vor. Ein Vorgang, den jedes Unternehmen und auch Privatpersonen z. B.beim Hausbau, tagtäglich praktizieren. Insofern ist die Fragestellung der Grünen falsch. Sie zielt lediglich darauf, den FMO politisch aus Idiologigründen zu diskreditieren. Ein Vorgang, der bei Grünenpolitikern in Fragen der Verkerhspolitik Gang und Gebe ist. Fakt bleibt, das der FMO bis auf die üblichen wirtschaftlichen Subventionen seinen Gesellschaftern kein Geld kostet.
Was die Entwicklung des FMO angeht, schließe ich mich im übrigen den Ausführungen von aviationfan an.
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Re: Zwischen den Mühlsteinen

Beitragvon www.fmoguru.de » 1. Jul 2011, 16:39

Jo. Ein Terminal das jährlich mit mehreren Millionen an Abschreibungen negativ auf das Ergebnis wirkt führt ja nicht zu Abfluss von liquiden Mitteln(Bankguthaben o.Ä.).
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Re: Zwischen den Mühlsteinen

Beitragvon aviation-fan » 1. Jul 2011, 17:02

Also diese Fragestunde der Grünen halte ich auch für einen reinen Versuch, Stimmungsmache gegen den Flughafen zu machen. Der Jahresabschluss 2010 wurde zwar noch nicht veröffentlicht (warum wartet man nicht einfach, bis das der Fall ist und liest den dann??), aber z.B. den Jahresfehlbetrag 2010 hat der FMO schonmal genannt (Link) und die Grünen werden doch noch fähig sein, Pressemitteilungen zu lesen, oder? Wer die Summe aller Kredite sehen will, kann z.B. in den Abschluss 2009, veröffentlicht und für jeden einsehbar im Bundesanzeiger, einsehen und einen Eindruck gewinnen und für 2010 eben auf die Zahlen warten (Prüfung des Abschlusses durch Wirtschaftsprüfer usw. dauert eben seine Zeit), aber viel wird sich an der Kreditsumme nicht geändert haben.
Für den Normalbürger hören sich ja hohe Kreditsummen und Verluste natürlich erstmal böse an und es kommen vielleicht Gedanken an andere verlustreiche Flughäfen wie DTM usw. hoch (obwohl dort die Situation völlig anders ist), da gelingt es vielleicht einige Wähler auf die eigene Seite zu ziehen. Der Versuch, den FMO als unwirtschaftlichen Schuldenflughafen darzustellen, obwohl er objektiv gesehen wirtschaftlich solide dasteht, wird hoffentlich fehlschlagen, da die Zahlen das einfach nicht hergeben.

Skorpion hat völlig recht, in den letzten Jahren hat der FMO trotz Krise und Passagierzahleinbrüchen operativ immer deutliche Gewinne eingefahren, im Gegensatz zu DTM, wo schon operativ defizitär gearbeitet wird. So gesehen erwirtschaftet DTM überhaupt kein Geld, um irgendwelche Kredite und Zinsen abzutragen. Der FMO hat einfach gesagt so gesehen in Form des operativen Gewinns "Geld übrig", um Zinsen, Abschreibungen und Tilgungen zu begleichen. In den letzten Jahren konnte davon nur ein Teil gedeckt werden (auf dem Papier), weswegen man jedes Jahr einen Jahresfehlbetrag hatte, der sich zu einem Verlustvortrag summiert (auf dem Papier, das ist ja keine Summe, die die Gesellschafter übernehmen müssten.... auf dem Papier könnte der FMO sämtlich aufgelaufene Jahresfehlbeträge z.B. problemlos aus seinen Kapitalrücklagen begleichen).
Das soll ja in 2011 anders werden, und ich hoffe, dass dann eine schwarze Gesamtnull oder ein kleiner Jahresüberschuss auf dem Papier steht. Man muss schon sagen, ganz unproblematisch sind Jahresfehlbeträge natürlich nicht, auch wenn sie entstanden durch Abschreibungen erstmal nur auf dem Papier stehen, denn wenn man dauerhaft z.B. seine Abschreibungen auf dem Papier nicht decken kann, erwirtschaftet man so gesehen nicht genug Gewinn, um die Abnutzung von Gebäuden, Geräten usw. zu bezahlen. Aber wie gesagt, erstmal gibt es Abschreibungen natürlich nur auf dem Papier, das sind ja keine Geldbeträge, die man an irgendwen überweisen müsste oder so.
Klar ist auch am FMO nicht alles ideal, manches könnte besser sein und Jahresüberschüsse wären besser, aber unter den kleinen Flughäfen ist der FMO wohl einer derjenigen, die wirtschaftlich am besten dastehen und laut Stöwer 2011 eine der wenigen Airports deutschlandweit, die einen Jahresüberschuss erwirtschaften.
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Re: Zwischen den Mühlsteinen

Beitragvon B777 » 1. Jul 2011, 20:11

Hallo,

ich behaupte von mir mal, dass ich stets nicht unkritisch zur Pressepolitik des FMO war, wenn auch konstruktiv.
Meiner Meinung nach geht die Kritik von dir nun aber ein Stückchen zu weit Luchtmacht.

Ich weiß auch dass nicht alles super und perfekt ist, dass es verdammt viel Nachholbedarf gibt und alles auf einem sehr niedrigen Niveau stattfindet. Aber einerseits ist allein das schon ein Erfolg für den FMO (traurig aber wahr) und könnte eine Trendwende einleiten. Natürlich liegt die Betonung hier auf könnte, aber die Vorzeichen waren seit Jahren nicht mehr so gut.

Dass der Airport das entsprechend positiv verkaufen möchte ist doch logisch und aus Marketingsicht verständlich. Klar - alles wird noch etwas besser dargestellt als es ist, aber das wird immer und überall so gemacht.
Allerdings kann hier von Volksverdummung oder Verars***** doch wohl wirklich keine Rede sein, da solltest du die PM nochmal unvoreingenommen lesen. Dort heißt es lediglich:
Der Grund für die äußerst positive Entwicklung seit Beginn des Sommerflugplanes liegt vor allem in dem verstärkten Engagement von Airlines und Reiseveranstaltern am FMO. So wurden mit Catania, Olbia, Rijeka und Salzburg vier neue Strecken aufgenommen. Darüber hinaus verstärken die Reiseveranstalter ihr Angebot durch ein deutlich erhöhtes Sitzplatzangebot zu bereits bestehenden Destinationen (u.a. Berlin, Kanarische Inseln, Mallorca).
Den Verantwortlichen am FMO ist sehr wohl bewusst, dass sichtbare Verbesserungen der Passagierzahlen nicht durch Salzburg Flüge oder eine wöchentliche Verbindung nach Kroatien ausgelöst sind - da kannst du dir sicher sein. Es ist völlig klar, dass die Aufstockungen zu Touristikzielen viel mehr bringen und dass für Zuwächse durch vielleicht 4 Flüge pro Woche mehr nach PMI wohl 10 neue Ziele bei einer Airline wie Jetisfaction von Nöten wären.
Trotzdem ist es legitim und richtig die neuen Ziele nicht unerwähnt zu lassen, da würde man sich doch selbst mit schaden.
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Re: Zwischen den Mühlsteinen

Beitragvon Luchtmacht » 1. Jul 2011, 22:03

Ach, wird denn durch die Aussagen nicht auch suggeriert, dass die Verbindung nach RJK noch länger Bestand haben wird?! Darum allein geht es mir! Marketingtechnisch ist es sicherlich richtig, neu aufgelegte Strecken zu bewerben, es kann sich aber auch als Fehler herausstellen, wenn Leute über den 13.08. nach RJK wollen und feststellen, dass die Strecke eingestellt wurde. Man sollte doch so fair sein und meinen, dass so eine PM die zukünftigen Gäste auf etwas aufmerksam machen möchte. Auf wen fällt es dann zurück wenn man darüber informiert wird, dass die Strecke nur bis dahin beflogen wird? Auf den, der es veröffentlicht hat. Ist das gute PR? Jetzt kann man gern damit argumentieren, dass es sich nur um einen kleinen Anteil an potenziellen Gästen handelt, trotzdem bleibt für mich ein Geschmäckle und da bin ich mir auch nicht zu schade drum das anzuprangern.

Für mich als Außenstehender, der heute keinen großen Bezug mehr zum FMO hat, fällt auf, dass die insgesamte Kritik, erstrecht nach dem Urteil aus Münster sehr stark zugenommen hat. Für mich stellt es einen Meilenstein dar, dass der Landrat von Steinfurt, der im Aufsichtsrat sitzt, erwägt, den Ausbau der Piste auf 3000m zu beschränken, was ein neues Planfeststellungsverfahren zur Folge hätte (vielleicht weiß er das gar nicht). Es scheint insgesamt ein kritisches Umdenken und Hinterfragen stattzufinden.

Zum Thema Wirtschaftlichkeit, eigentlich nicht mein Thema, sage ich, der FMO hat Kredite bei Banken in Höhe von ca. 93 Mio. € (wenn ich es richtig im Kopf habe), diese Kredite zahlt er in sehr, sehr kleinen Schritten zurück, weil anscheinend auch die Mittel fehlen höhere Raten zu zahlen. Den Banken scheint es relativ egal zu sein, da die Gesellschafter bürgen. Die Kapitalrücklagen sind nach meinem Kenntisstand so gut wie aufgebraucht und deswegen wird in diesem Jahr auch ein weiterer Kredit über 11 Mio. aufgenommen um wichtige Investitionen zu tätigen. Ich nehme mir sicherlich nicht heraus mich mit (legitimen) "steuerlichen Hütchentricks" auszukennen, aber ein Wink mit dem erhobenen Zeigefinger nach DTM finde ich ebenso nicht angebracht.

P.S. Beim Wachstum habe ich mich auf die (jetzige) also die erste Jahreshälfte 2011 bezogen, dies ist durch Einmaleffekte begründet. Was mich abschließend noch interessieren würde, wie sieht denn die durchschnittliche Steigerung an deutschen Flughäfen in Deutschland aus?
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