USA Roadtrip Teil 1 / Los Angeles, San Diego




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USA Roadtrip Teil 1 / Los Angeles, San Diego

Beitragvon Avion » 31. Jan 2018, 16:58

Servus!

Am 12. Januar ging es für erstmals in die Vereinigten Staaten von Amerika. Lufthansa hatte im August des vergangenes Jahres so günstige Flüge im Angebot, sodass ich einfach nicht anders konnte :) Ich habe jetzt für DUS-MUC-LAX-FRA-DUS 360€ inkl Gepäck usw. bezahlt. Viel günstiger geht es wohl kaum. Leider sollte der gleiche Flug ab dem FMO knapp 700€ mehr kosten. Für die Ersparnis kann man die Fahrt nach Düsseldorf dann auch über sich ergehen lassen.

Los ging es hier um 4 Uhr. Gegen 6 Uhr fand ich mich im Terminal des Düsseldorfer Flughafens wieder. Schnell zum Check In und schon stand der erste kleinere Schock vor der Tür. Auf meiner Bordkarte für dem zweiten Flug (MUC-LAX) waren die berühmten 4 "S" zu finden. Was heißt das genau? Der Code "SSSS" steht für "Secondary Security Screening Selection" und kann zu erheblichen Problemen bei der Einreise in den USA führen. Eigentlich heißt es nicht anderes, als das der Passagier als nicht vertrauenswürdig eingestuft wird. Es gibt Berichte über etliche Stunden extra Wartezeit und unzählige extra Kontrollen für die Betroffen Paxe. Dementsprechend hatte ich erst mal nicht die beste Laune. Naja was will man machen....

Relativ pünktlich ging das Boarding für unseren Flug nach München los. Die D-AILE, ein A319 sollte es werden.

BildIMG_3700 by Sebastian_Schwakenberg, auf Flickr

BildBildschirmfoto 2018-01-31 um 14.38.07 Kopie by Sebastian_Schwakenberg, auf Flickr

In München angekommen, mussten wir erst einmal das Terminal wechseln. Das ist mit der unter dem Rollfeld verkehrenden Bahn allerdings kein Problem. Um zu unserem Gate zu gelangen, wurden kurz vor dem letzten Abteil des Terminals nochmals die Bordkarten kontrolliert. Während fast alle Reisenden nach einem kurzen Blick auf die Bordkarte den Bereich nach links verlassen konnten, hatte ich meine "SSSS" dick rot markiert bekommen und musste rechts herum in einen weiteren abgetrennten Bereich. Dort gab es nochmal einen Körperscanner und das Handgepäck wurde nochmal durchleuchtet und der Reisepass kontrolliert. Naja wenn es dann sein muss, meinetwegen. Ich habe ja nichts zu verbergen. Außerdem wurden Wischproben an meiner Tasche genommen. Alles okay. Also weiter zum Gate.

Dort wartete die D-AHIA, eine A340-600. Deswegen hatte ich den weg über München gewählt. Zu dem gleichen Preis gab es bei der Buchung unzählige Routings zur Auswahl. Es wäre z.b. auch DUS-EWR-LAX gegangen. Der A340 hat mich dann doch mehr gereizt. Leicht verspätet startete das boarding und als ich meinen Sitzplatz erreichte, überwog erst einmal die Enttäuschung. Die Sitze waren doch deutlich enger, als in dem A319 vor einigen Stunden. So hatte ich zwischen Knie und Vordersitz im A319 mehr als eine Handbreite Platz, im A340 dagegen stoß die Hand schon an den Vordersitz. Immerhin mehr Platz als im A340-300 von Swiss. Den kann man ja fast mit den Sitzen in einer EasyJet vergleichen.

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Leider war es die ersten Flugstunden sehr bewölkt. So haben wir von England, Island und Grönland nicht viel sehen können. Erst über Kanada konnten wir Land erkennen.

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Die ersten Straßen und Häuser waren zu erkennen.

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Den Anflug werde ich so schnell nicht vergessen. Einfach Wahnsinn wie dicht bebaut die Umgebung von Los Angeles ist. Man sieht nur Häuser über Häuser. Das liegt vor allem daran, dass mehrere Städte ohne irgendwelche Baulichen Abgrenzungen ineinander über gehen.

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Nach über 12 Stunden Flug hat das Aussteigen gefühlt drei Tage gedauert. Nach einem längerem Fußmarsch zu dein Einreisebeamten mussten wir erst einmal an einem Automaten Fragen beantworten und Fingerabdrücke abgeben. Außerdem hat das Teil ein Foto gemacht und der Pass wurde eingescannt. Dann bekam man einen Ausdruck mit seinen Daten. Leider kamen jetzt wieder meine 4 "S" ins Spiel. Mein Ausdruck hatte nämlich genau diese "SSSS" fett aufgedruckt und zusätzlich ein großes "X" aufgedruckt. Damit konnte der Herr, welcher am Gang stand und genau diese Zettel kontrollierte, sehen, dass ich zur der langen Schlange zur extra Kontrolle gehen musste. Nach gut einer Stunde, war ich dann an der Reihe und musste Fragen eines Grenzbeamten beantworten. Das übliche.... Woher, wohin, warum und mit wem. Dazu nochmal alle Fingerabdrücke und wieder ein Foto. Dann gab es zum Glück den Stempel in den Pass und wir konnten uns zum Gepäck begeben.

Jetzt stand noch eine kurze Fahrt mit einem Schuttlebus zu den Mietwagen an. Wir haben uns ein Handy für 150 Dollar von dem Autovermieter (Alamo) dazu gebucht. Dabei enthalten war das Handy, welches als Navi genutzt wurde, etliche auf dem Handy geladene Gutscheine, unbegrenzt LTE Internet, welches wiederum per Hotspot an unsere Endgeräte weitergeleitet wurde und wir konnten pro Tag 60min innerhalb der Staaten telefonieren oder 30min Weltweit. Also auch nach Deutschland. Super Sache.

In den Staaten bekommt man kein Fahrzeug zugewiesen. Man bucht eine Kategorie und geht dann zu dem Parkplatz um sich aus dieser Kategorie einen Wagen auszusuchen. Ich hatte "Luxurie" gebucht und eigentlich eine Limosine erwartet. Es standen dort allerdings ein BMW X3 und ein Audi Q3. Enttäuscht bin ich zu dem Angestellten der Vermietung und hatte gefragt ob er nichts amerikanisches hätte. Darauf gab er mir einen Schlüssel von einem Infiniti. Den nahmen wir dann auch.

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Die Einreise und das abholen des Wagens hat dann so lange gedauert, dass es schon dunkel wurde. So steuerten wir auf die Schnelle einen Mc Donalds an und stärkten uns für die Fahrt nach Santee bei San Diego. Das war die schlimmste Fahrt meines Lebens. Nun schon fast 26 Stunden ohne Schlaf und dann zu dem Wochenendfeierabendverkehr auf einer 12 Spureigen Autobahn Richtung Süden. Naja wir haben es überlebt :D Nach der Ankunft bei Bekannten ging es dann nach über 28 Stunden endlich ins Bett.

Am nächsten Morgen ging es dann auf die erste kleine Erkundungstour. Zwei Tage haben wir bei unseren Bekannten verbracht.

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Unter anderem ging es auch nach San Diego
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Das folgende Foto ist mit 18mm aufgenommen. So kann man sich vorstellen wie tief die Flugzeuge den Flughafen von San Diego über der Stadt anfliegen.

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USS Midway

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In den nächsten Teilen geht es dann weiter nach Prescott, zum Grand Canyon, nach Las Vegas und über Bishop nach San Francisco.

Ich hoffe es hat euch bis hier her gefallen ;)

Grüße
Sebastian
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Re: USA Roadtrip Teil 1 / Los Angeles, San Diego

Beitragvon B777 » 31. Jan 2018, 17:26

Bestens, Danke - freue mich über die Fortsetzung!
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Re: USA Roadtrip Teil 1 / Los Angeles, San Diego

Beitragvon ALpHA2k » 31. Jan 2018, 18:03

Super, freu mich auch :thx:
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Re: USA Roadtrip Teil 1 / Los Angeles, San Diego

Beitragvon aviation-fan » 31. Jan 2018, 19:18

Toll, vielen Dank! Ich freue mich schon auf den oder die nächsten Teil(e).
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Re: USA Roadtrip Teil 1 / Los Angeles, San Diego

Beitragvon osna » 31. Jan 2018, 20:51

Tolle Bilder, vielen Dank! Ich freue mich auf die weiteren Teile - und du dich hoffentlich auf dein nächstes US-Abenteuer ;)
Gruß, Jonas.
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